Stimmen ehemaliger Schüler*innen zum Agrarwissenschaftlichen Gymnasium

Im Herbst 2020 haben wir frühere Schüler*innen des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums zu Ihrer Zeit am AG und Ihrem weiteren beruflichen Lebensweg befragt. Die Rückmeldungen von Schüler*innen, die mit einer Veröffentlichung auf unserer Homepage einverstanden waren, finden Sie hier.

  • adrian muellerAdrian MüllerOpen or Close
    AgrAbi 2016

    Haben Sie sich bereits in Ihrer Kindheit und Jugend für Agrar- und Umweltthemen interessiert? Weshalb?
    Ja. Meine beiden Großväter waren beide Landwirte und ich selbst bin auf einem Aussiedlerhof aufgewachsen. Da meine Eltern ein Hotel führen, konnte der Landwirtschaft allerdings nie viel Zeit gewidmet werden. Auf dem Hof befinden sich heute ein paar Pensionspferde.

    Sie haben nach dem mittleren Bildungsabschluss das AG besucht. Weshalb? Wie wurden Sie auf das AG aufmerksam?
    Nach der Realschule wollte ich erst ein Jahr als Austauschschüler in die Ferne. Im Zuge der „BORS“-Veranstaltungen (Berufsorientierung Realschule), hatte ich einige Gespräche mit dem Arbeitsamt. Dieses hat mich anhand meiner Interessen auf das AG hingewiesen.

    Hatten Sie bereits damals die Absicht einen „grünen Beruf“ zu erlernen?
    Nein, eher nicht. Das Interesse an einem grünen Beruf hat sich erst während des Auslandsjahres entwickelt und während der Zeit auf dem AG stark gefestigt.

    Am AG hat mir gefallen:
    Eigentlich alles. Wir hatten eine tolle Klassengemeinschaft, sehr nette und wahnsinnig engagierte Lehrer, tolle Unterrichtsthemen, haben viele interessante Ausflüge unternommen, usw. Ich blicke sehr gerne auf meine AG-Zeit zurück.

    Am AG hat mir gefehlt:
    Da fällt mir jetzt nichts ein...

    Welche Ausbildung / welches Studium habe ich nach dem AG begonnen? Wie geht es mir mit meiner Ausbildungswahl?
    Nach dem AG habe ich begonnen Agrarbiologie in Hohenheim zu studieren. Im dritten Semesterhabe ich von Agrarbiologie zu Agrarwissenschaften gewechselt, weil ich in Statistik durchgefallen bin.Gott sei Dank, konnte ich alle bisher belegten Module anrechnen lassen und habe somit fast keine Zeit verloren. Beide Studienfächer sind klasse, ich bin sehr zufrieden mit der Ausbildungswahl.

    In welcher Weise haben die Inhalte des AG meine weitere Berufsfindung beeinflusst? Haben diese mir die weitere Ausbildung / das weitere Studium erleichtert?
    Vor dem AG fand ich Agrarwissenschaften interessant, aber erst während der Zeit auf dem AG wurde mir klar, dass ich das wirklich machen will. Für das Studium waren die Unterrichtsthemen eine sehr gute Vorbereitung.

    Habe ich vor der Ausbildung / dem Studium ein Berufspraktikum absolviert?
    Ja, das war in der damaligen Prüfungsordnung Pflicht, um ins Studium aufgenommen zu werden. Mein Berufspraktikum habe ich in der Sektkellerei Reinecker in Auggen absolviert. Familie Reinecker und alle Angestellten haben mich sehr freundlich aufgenommen und mir sehr viel Zeit und Muße gewidmet.

    Ich kann das AG auch anderen Schüler*innen empfehlen: Ja / Nein, weil ...
    Ja absolut! Du wirst dort auf ein tolles Lehrerkollegium treffen, die viele interessante Themen bereithalten. Das Lernen geht viel einfacher, wenn es dir Spaß macht, weil dich die Themen interessieren. Falls du bisher keinen Bezug zu Agrarthemen hast lohnt es sich trotzdem diesen eine Chance zu geben. Auf dem AG geht es um mehr als um Schweinezucht und Ackerbau. Wir haben damals aktuelle Themen heiß diskutiert mit unseren Lehrern, wie zum Beispiel: Gentechnik, Klimawandel, Welternährung und vieles mehr.

    Ich würde auch anderen Jugendlichen empfehlen, eine Ausbildung im Agrarbereich zu beginnen: Ja / Nein, weil...
    Ja, weil die industrialisierte Gesellschaft bisher nichts Gutes hervorgebracht hat. Eine Revolution zur Landwirtschaft würde uns allen guttun. Aber im Ernst, ja. Wer bei Landwirtschaft an den nostalgischen Hof aus dem Bilderbuch denkt, kann zwar richtig liegen aber das Thema bietet heutzutage viel mehr. Landwirtschaft kann einer der innovativsten Berufe sein, die du dir vorstellen kannst. Du verbindest also Innovation, Technik, ein breites Wissen über Tiere und Pflanzen, Informatik, Mechanik und Biologie damit in der freien Natur zu sein.

    Meine schönste / lustigste Erinnerung am AG.
    Die Zeit mit unsren Lehrern war eigentlich immer witzig und mit viel Spaß verbunden. Besonders gut haben mir die gemeinsamen Ausflüge gefallen, z.B. mit Herrn Pinto in dessen Garten oder als wir nach der letzten Prüfung gemeinsam auf dem Rasen gefeiert haben.

    Das wollte ich noch sagen.
    Mein herzliches Beileid an das Lehrerkollegium für den Verlust Ihres wunderbaren Kollegen und unserem tollen Lehrer Herrn Danner.

    Vielen Dank an Frau Graf unsere Klassenlehrerin für die Liebe und Geduld, die Sie mit uns hatten.

    Danke an Frau Laber für die wertvolle Unterrichtszeit, die vielen Ausflüge und die familiäre Atmosphäre, die Sie geschaffen haben.

    Danke an Herrn Raber für die vielen witzigen Momente. Sie haben genau meinen Humor getroffen. Danke, dass Sie sich ehrlich für die Entwicklung Ihrer Schüler interessieren und uns nicht nur Lehrer waren, sondern ein Mentor sind.

    Danke an Frau Hirth für Ihre ruhige Art und Geduld. Sie wussten auf jede Frage eine Antwort. Sie sind für mich ein Vorbild und ich hoffe so weise zu werden wie Sie. Danke an Herrn Pinto. Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben Mathe für uns alle interessant zu machen und mit Ihrer Begeisterung und Leidenschaft konnten Sie uns stets motivieren. Bei Ihnen macht es wirklich Spaß, etwas zu lernen.

    Danke an Frau Trezschan, dass Sie uns nicht nur deutsch und Geschichte gelehrt haben, sondern deren Wert und Einfluss auf unser tägliches Leben. Danke für Ihr ehrliches Interesse an uns, Sie haben uns beigebracht gut zu Argumentieren und zu Diskutieren.

  • melanie m 2016Melanie Mennicke
    AgrAbi 2016


    Haben Sie sich bereits in Ihrer Kindheit und Jugend für Agrar- und Umweltthemen interessiert? Weshalb?
    Ja, ich habe Landwirtschaft und Natur immer sehr gemocht. Bis zum AG Gymnasium habe ich allerdings nicht gedacht das mein Berufsweg auch in diese Richtung laufen könnte.

    Sie haben nach dem mittleren Bildungsabschluss das AG besucht. Weshalb? Wie wurden Sie auf das AG aufmerksam?
    Ich wollte eigentlich kein Abi machen, habe aber keinen Ausbildungsplatz gefunden und mich dann für die Schulrichtung entschieden, die wenigstens noch irgendwie in meinen Interessen Bereich fallen.

    Hatten Sie bereits damals die Absicht einen „grünen Beruf“ zu erlernen?
    Ich wusste überhaupt nicht, dass mein Berufsweg „grün“ wird. Ursprünglich wollte ich etwas Kaufmännisches im Energiebereich lernen.

    Am AG hat mir gefallen:
    Das es wahnsinnig tief in die Agrarthemen eingeführt hat. Für mich war jedes Thema des Agrarwissenschaften Fachs spannend und relativ praxisnah. Vor allem im Bezug auf Ausbildung und Studium haben wir einige Themen mit unendlich viel Verständnis abgeschlossen was mir bis heute hilft. Außerdem fand ich die Fächeraufteilung sehr gut.

    Am AG hat mir gefehlt:
    Mehr Exkursionen, evtl. Wahlfach Landwirtschaftliche Produktionslehre etwas anders gestalten und auf 4 h ausbauen.

    Welche Ausbildung / welches Studium habe ich nach dem AG begonnen? Wie geht es mir mit meiner Ausbildungswahl?
    Ich habe eine kaufmännische Ausbildung bei der ZG Raiffeisen gemacht, die im Ettlinger Modell auch mit Lehrern des AG in Ettlingen arbeitete. Hier wusste ich eigentlich alles schon aus der Schulzeit.

    Nun studiere ich Agrarwissenschaften in Hohenheim. Viel Wissen aus der AG Zeit hilft mir noch immer. Vieeele, viele Sachen haben wir super gelernt. Ich habe das Gefühl, das die Schlüssel zusammenhänge, alle ausführlich gelehrt wurden.

    In welcher Weise haben die Inhalte des AG meine weitere Berufsfindung beeinflusst? Haben diese mir die weitere Ausbildung / das weitere Studium erleichtert?
    Wie schon oben genannt war mir vorher nicht klar wie spannend ich diesen Berufszweig finde und wie sehr mir das AG den Weg geebnet hat.

    Habe ich vor der Ausbildung / dem Studium ein Berufspraktikum absolviert?
    Ja, ein Schulpraktikum und nach der Ausbildung ein weiteres Praktikum.

    Ich kann das AG auch anderen SuS empfehlen: Ja / Nein, weil ...
    JA!!! Klarste Empfehlung. Kann ich Jedem empfehlen der auch nur ein bisschen Interesse in Landwirtschaft und Natur / Umwelt hat.

    Ich würde auch anderen Jugendlichen empfehlen, eine Ausbildung im Agrarbereich zu beginnen: Ja / Nein, weil ...
    Ja. Vor dem Studium war das meine beste Entscheidung. Auch wenn ich keine Lehre im klassischen Sinne im Agrarbereich gemacht habe, finde ich meine Kaufmännische Ausbildung im Handel eine Perfekte Idee für jeden, der nicht LandwirtIn werden möchte (weil kein Hof zur Übernahme), aber im Agrarbereich arbeiten will.

    Meine schönste / lustigste Erinnerung am AG.
    Mit Frau Laber die vielen Besichtigungen von Betrieben in Landwirtschaftlicher Produktionslehre.

    Herr Raber, der immer wusste das ich mich nur anstelle und mit bisschen Anstrengung sofort alles Verstehen kann. Er hat als erster im Nebensatz mein Lernverhalten beschrieben und hilft mir damit bis heute. Erstmal denke ich, ich verstehe gar nichts. Dann denke ich einmal richtig nach, ordne meine Gedanken und schon habe ich alles verstanden und die Zusammenhänge können weiter ergründet werden.

    Das wollte ich noch sagen.
    Das war eine geniale Zeit und die schönste Schulzeit die ich je hatte !!

  • platzhalter ests logoLars Kramer Open or Close
    AgrAbi 2018

    Sie haben nach dem mittleren Bildungsabschluss das AG besucht. Weshalb? Wie wurden Sie auf das AG aufmerksam?
    Um ehrlich zu sein, war das einfach nur Zufall und letztendlich Glück, dass ich im Nachholverfahren ein Gymnasium besuchen konnte. Trotzdem musste man sich dafür auch anmelden. Das AG hatte eben viel Naturwissenschaftliches, weshalb ich es in meine Auswahl mit aufgenommen hatte.


    Am AG hat mir gefallen:
    Die Lehrer, die fast alle nett waren und mit denen man eigentlich immer reden konnte, auch über den normalen Unterricht hinaus.


    Am AG hat mir gefehlt:
    Neuere Klassenräume, dass man sich noch mehr wohlfühlt, Sanierung der Schule


    Welche Ausbildung / welches Studium habe ich nach dem AG begonnen? Wie geht es mir mit meiner Ausbildungswahl?
    Nach dem AG habe ich mit dem Studium Ökotrophologie an der CAU in Kiel angefangen und mache dies bis Ende 2021 Ich bin soweit mit dem Studium zufrieden, aber ich vermisse die Tiefe in manchen Modulen. Es ist hauptsächlich Grundwissen, welches ich bis jetzt erlernt habe und dies deckt vor allem die ganze Breite der Ökotrophologie ab, die sehr groß ist.


    In welcher Weise haben die Inhalte des AG meine weitere Berufsfindung beeinflusst? Haben diese mir die weitere Ausbildung / das weitere Studium erleichtert?
    Durch den Fokus von Biologie und Chemie auf dem AG, wurde meine Entscheidung in den Bereich „Ernährung“ zu gehen gefestigt. Vor allem die ersten zwei Semester waren relativ einfach, da vieles, dass auf dem AG gelehrt wurde in den ersten Modulen des Studiums in ähnlicher Form wieder drankamen. Das AG ist nach meiner Meinung eine gute Vorbereitung für Studiengänge der Naturwissenschaften mit Schwerpunkt auf Biologie (insbesondere Biochemie und Molekularbiologie), Ernährungswissenschaften und sowieso Agrarwissenschaften.


    Ich kann das AG auch anderen SuS empfehlen: Ja / Nein, weil ...
    Ja, für SuS, die sich vor allem für Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie interessieren, ist das AG auf jeden Fall etwas. Wenn man sich dafür aber nicht interessiert, hat man es eher schwer sich darauf einzulassen, da es zum Teil in Agrarbiologie nicht einfach ist mitzukommen.


    Meine schönste / lustigste Erinnerung am AG.
    Die Studienfahrt in die französischen Alpen war eine sehr schöne Woche. Die Reise war gut geplant und wir haben jeden Tag was Neues gemacht und gesehen. Ich werde die Studienfahrt niemals vergessen.
    Ansonsten gab es mal geile Tage in der Schule, aber natürlich auch schlechte Tage. Aber im Nachhinein war es eine gute Zeit, die ich nicht missen wollen würde.

  • kathrin meyerKathrin MeyerOpen or Close
    AgrAbi 2019


    Haben Sie sich bereits in Ihrer Kindheit und Jugend für Agrar- und Umweltthemen interessiert? Weshalb?
    Ich wohne in der größten Weinbaugemeinde von Baden-Württemberg, dadurch habe ich schon früh die Arbeiten draußen und die Vielseitigkeit vom Weinbau erkannt. Durch meinen Papa hatte ich außerdem schon früh Zugang zu Naturschutzthemen und zu ökologischen Aspekten einer zukunftsorientierten Landwirtschaft.

    Seit ich die Möglichkeit habe, ein eigenes Stück Reben zu bewirtschaften, erkenne ich die Arbeit und wirtschaftliche Bedeutung des Weinbaus. Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß!

    Sie haben nach dem mittleren Bildungsabschluss das AG besucht. Weshalb? Wie wurden Sie auf das AG aufmerksam?
    Durch einen Informationsabend der beruflichen Gymnasien in Freiburg wurde ich auf das AG aufmerksam. Mich haben die Themen sehr interessiert und sofort angesprochen. Besonders die Vielseitigkeit der Themen wie die Grundlagen der landwirtschaftlichen und nachhaltigen Produktion, Genetik, Züchtung oder auch die Fütterung haben mich begeistert. Diese Begeisterung habe ich mir beibehalten. Ich fand außerdem die Wahlfächer Biotechnologie und Ernährungswissenschaften super.

    Hatten Sie bereits damals die Absicht einen „grünen Beruf“ zu erlernen?
    Mir war schon früh klar, dass ein Bürojob nichts für mich ist. Ich wollte schon immer ein Kontakt zwischen Mensch und Tier, daher war mir schon früh eine agrarwissenschaftliche Richtung klar. Das AG hat mich darin bestärkt und gute Weichen gesetzt. Für meine Zukunft könnte ich mir gut vorstellen, einen landwirtschaftlichen Beruf mit einer sozialen Arbeit zu verbinden, einen Meister zu machen oder etwas im Agrarbereich zu studieren.

    Am AG hat mir gefallen:
    Besonders haben mir unsere gemeinsamen Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben gefallen. Durch eine Exkursion in die Schwarzwaldmilch GmbH und einen Ausflug zum Breitenwegerhof in Eichstetten wurde mir bewusst, dass ich es mir gut vorstellen kann, in der Milch- und Molkereibranche zu arbeiten.

    Außerdem waren die Lehrer am AG sehr offen und hatten einen Blick aufs Wesentliche. Mit den Lehrern hatten wir auch oftmals anregende Diskussionen, die uns allen neue Impulse gegeben haben. Zudem hat man gemerkt, dass die Lehrer einen großen Praxisbezug haben. Wir bekamen viele Impulse einer vielseitigen Landwirtschaft und haben dadurch viel Wichtiges für unsere Zukunft mitgenommen.

    Die Klassengemeinschaft am AG war sehr gemischt, daher hatten auch Schüler ohne landwirtschaftlichen Hintergrund Einblick in die biologischen, chemischen und agrarwissenschaftlichen Themen. Am AG habe ich viele neue Freundschaften geknüpft, uns alle verbindet weitaus mehr als die Interesse an der Landwirtschaft.

    Am AG hat mir gefehlt:
    Besonders die Möglichkeit eines landwirtschaftlichen Praktikums in der Eingangsklasse hat mir sehr gefallen, da hätte ich auch gerne noch mehr Praktika absolvieren können.

    Welche Ausbildung / welches Studium habe ich nach dem AG begonnen? Wie geht es mir mit meiner Ausbildungswahl?
    Nach meinem Abitur am agrarwissenschaftlichen Gymnasium habe ich meine Ausbildung zur Milchtechnologin in der Ziegenkäserei Monte Ziego begonnen. Mittlerweile bin ich im 2.Lehrjahr meiner Ausbildung und die tägliche Arbeit mit dem handwerklichen Käsen macht mir sehr Spaß. Ich liebe es, wenn ich den Rohstoff Milch zu leckerem Käse und anderen Produkten verarbeiten kann. Die Monte Ziego Käserei in Teningen ist eine der größten Demeter-Bio-Ziegenkäsereien und verarbeitet ausschließlich Milch aus dem Schwarzwald. Pro Woche verarbeiten wir je nach Jahreszeit etwa 20 000 Liter Ziegenmilch von unseren Vertragslandwirten zu leckerem Käse.

    In welcher Weise haben die Inhalte des AG meine weitere Berufsfindung beeinflusst? Haben diese mir die weitere Ausbildung / das weitere Studium erleichtert?
    Durch mein Praktikum in der Eingangsklasse, welches ich auf einer Alp in der Schweiz gemacht habe, wurde mir klar, dass ich später gerne einmal in der Landwirtschaft oder in einem grünen Beruf arbeiten würde. Auf der Alp mit Milchvieh und eigener Käseerzeugung habe ich besonders den Umgang mit Kühen gelernt. Das tägliche Melken in die Milchkannen hat mir sehr Spaß gemacht. Das Heuen in doch steilen Berghängen war spannend und schweißtreibend.

    Während dem Abi habe ich mich dann schließlich bei der Monte Ziego Käserei in Teningen beworben, bei welcher ich seit anderthalb Jahren arbeite.

    Nach dem Abi und vor meinem Ausbildungsstart habe ich bei einer Farm in Kanada gearbeitet. Auf einem Milchviehbetrieb in British Columbia habe ich sehr große Betriebsgrößen kennengelernt, seitdem schätze ich die kleinstrukturierte Landwirtschaft. Dieser Farmaufenthalt in einem anderen Land war sehr interessant und kann ich nur jedem empfehlen!

    Habe ich vor der Ausbildung / dem Studium ein Berufspraktikum absolviert?
    Ein Praktikum in der Monte Ziego Käserei hat mich in meiner weiteren Berufsfindung bestätigt. Ich finde Berufspraktika eine wichtige Chance die man unbedingt nutzen sollte. Praktika bringen einen immer nur weiter.

    Ich kann das AG auch anderen SuS empfehlen: Ja / Nein, weil ...
    Das AG kann ich allen Jugendlichen empfehlen, die sich für Chemie, verbunden mit Biologie besonders im Agrarbereich interessieren. Den Schülern wird die Lebensmittelerzeugung bewusst und eine nachhaltige Landwirtschaft näher gebracht.

    Ich würde auch anderen Jugendlichen empfehlen, eine Ausbildung im Agrarbereich zu beginnen: Ja / Nein, weil ...
    Es gibt so viele grüne Berufe und jeder ist notwendig. Der Agrarsektor ist unheimlich vielseitig und bietet viele Chancen und Möglichkeiten.

    Meine schönste / lustigste Erinnerung am AG.
    Durch meine Seminararbeit (anstelle einer weiteren Abiprüfung) hatte ich die Möglichkeit an einem Wettbewerb aller agrarwissenschaftlichen Gymnasien in Baden-Württemberg teilzunehmen. Das beinhaltete mehrere Treffen aller Schüler in Stuttgart mit Landwirtschaftsminister Hauk, inklusive einem Besuch an der Uni in Hohenheim und ein Besuch am landwirtschaftlichen Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen. Das war eine tolle und vor allem lustige Zeit! Außerdem ist unsere Klassenfahrt ins französische Chamonix unvergesslich.

  • annabelle g 2020Annabelle GöhringerOpen or Close
    AgrAbi 2020

    Haben Sie sich bereits in Ihrer Kindheit und Jugend für Agrar- und Umweltthemen interessiert? Weshalb?
    Ja, habe ich. Da mein Vater Jäger ist, war ich schon immer an der Natur und an Umweltthemen interessiert. Außerdem bin ich auf einem Bauernhof aufgewachsen, auf dem wir der Zeit eine kleine Schafherde und Ziegen für die Grünpflege halten.

    Sie haben nach dem mittleren Bildungsabschluss das AG besucht. Weshalb? Wie wurden Sie auf das AG aufmerksam?
    Ich wollte ein berufliches Gymnasium besuchen, welches den Schwerpunkt Biologie beinhaltet, da mich Bio und Umweltthemen in der Realschule sehr fasziniert haben. Außerdem hat mich das Wahlfach Landwirtschaftliche Produktionstechnik sehr angesprochen. Und ich war zum damaligen Zeitpunkt an einem Tiermedizin Studium interessiert, und wurde so im Internet auf das AG aufmerksam.

    Am AG hat mir gefallen:
    Den Praktischen Bezug, und vor allem die Exkursionen auf unterschiedliche Landwirtschaftliche Betriebe, im Wahlfach Landwirtschaftliche Produktionstechnik. Zudem bestand die Möglichkeit mit seinem Seminarkurs Thema aus der 12. Klasse an einem landesweiten Agrarwettbewerb teilzunehmen, und so wurde die Chance geschaffen sich mit AG‘lern aus anderen Regionen Baden-Württembergs auszutauschen.

    Am AG hat mir gefehlt:
    Mir persönlich waren es zu viel Genetik und zu wenig landwirtschaftliche Themen, aber das ist auch Geschmacksache.

    Welche Ausbildung / welches Studium habe ich nach dem AG begonnen? Wie geht es mir mit meiner Ausbildungswahl?
    Nach dem Abitur habe ich ein FSJ in einer Mutterkind Einrichtung auf Sylt gemacht, und fange 2021 an Gesundheitspädagogik zu studieren.

    In welcher Weise haben die Inhalte des AG meine weitere Berufsfindung beeinflusst? Haben diese mir die weitere Ausbildung / das weitere Studium erleichtert?
    Ich habe im Laufe meiner Zeit auf dem AG gemerkt das ich einen Beruf in die Gesundheits-/ Ernährungsrichtung einschlagen möchte, dabei hat mir das Wahlfach Sondergebiete der Ernährungswissenschaften weitergeholfen.

    Habe ich vor der Ausbildung / dem Studium ein Berufspraktikum absolviert?
    Ich habe Praktika im Kindergarten, Krankenhaus und beim Tierarzt gemacht. Des Weiteren Praktika in der Ernährungsberatung und als Sporttherapeutin.

    Ich kann das AG auch anderen SuS empfehlen: Ja / Nein, weil ...
    Ich kann das AG empfehlen, da das Profilfach sehr vielfältige Themen beinhaltet, und es eine gute Mischung aus biologischen Grundkenntnissen, nachhaltiger Pflanzenproduktion, Tierhaltung oder Züchtung bietet.

    Meine schönste / lustigste Erinnerung am AG.
    Die Studienfahrt nach Chamonix, am Mont-Blanc, war einfach super! Die Lehrer waren sehr nett und wir haben tolle Wanderungen in den Bergen gemacht auf denen wir Wildtiere wie Steinböcke und Gämse gesehen haben. Außerdem hatten wir die Möglichkeit Canyoning auszuprobieren und bei Gitarrenmusik vor dem Feuer zu entspannen.

    Das wollte ich noch sagen
    Vielen Dank für die schöne und abwechslungsreiche Zeit

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